Ab in die Winterverwahrung, 15.10.-21.10.2025

Ab in die Winterverwahrung, 15.10.-21.10.2025

Mittwoch, 15.10.2025

Ein Traum wäre gewesen 12 Uhr loszufahren. Allerdings zeichnete sich schon beizeiten ab das das wohl nicht möglich ist und so war 13 Uhr das neue Ziel. Umso erfreuter war ich als wir dann letztendlich doch schon 12.30 Uhr vom Hof rollten. Vorher haben wir noch Reinigungsmittel und warmes Wassertank getan, damit muss man dann mindestens 1h fahren bevor man es raus lässt und dann ist auch der Abwassertank sauber.

Wir hatten mal wieder einen bis ins Detail ausgearbeiteten Plan, wo wir uebernachten, wo wir essen usw. Wie gesagt wir sind natuerlich immer bereit fuer kurzfristige Änderungen aber etwas eingeschränkt waren wir heute ja trotzdem da wir ja weder Toilette noch Wasser auf dieser Reise benutzen können.

Um ehrlich zu sein ist diese Strecke ja die Muehe gar nicht wert ueberhaupt was drueber zu schreiben. E4 halt, keine weiteren Vorkomnisse, weder wilde Tiere noch anderes. Daher bin auch ich bis nach Umeå gefahren, gibt eh nichts zu fotografieren. 12Km nach Umeå auf dem Åhedsån Rastplatz haben wir eine Kaffeepause eingelegt, es gab Biskvier, wenn schon denn schon. In Höhe Höga Kustenbruecke gab es dann durch den Sonnenuntergang mal ein schönes Licht.

 

In Sundsvall assen wir dann, ganz nach Plan, beim ChopChop zu Abend und fuellten gleich noch Diesel auf bevor wir noch eine reichtliche Stunde bis zum Stellplatz hatten, dem Urö Gård Stellplats.

Dort kamen wir im stockdunkeln an und das ist tatsächlich ein Problem (also generell, nicht nur hier). Zum Glueck hatten wir im Internet Bilder von dem Platz gesehen das erleichterte die Orientierung.

Wir waren nicht alleine aber es war auch nicht voll. Wir suchten uns einen freien Platz, gingen bezahlen. Kauften uns auch ein Eis im Eiskeller, coole Idee und jetzt sogar mit 50 Prozent Rabatt, wer kann da wiederstehen. Vom Platz selbst sah man natuerlich nicht viel, das muessen wir dann morgen erkunden.

Als ich dann nochmal die Planung fuer den morgigen Tag durchgegangen bin ist mir aufgefallen das der auserkorene Stellplatz eigentlich zu weit weg ist, da wuerden wir wieder bis spät abends fahren. Also habe ich wieder gefuehlt stundenlang in der Park4night App zugebracht um einen anderen Platz zu finden. Habe ich dann auch, aber der hatte noch ein paar Fragezeichen bezueglich Ausstattung und Lage, naja, wir werden sehen.

Donnerstag, 16.10.

Wir haben ganz gut geschlafen allerdings ging ab ca. 6 Uhr ein ziemlicher Wind. Er ruettelte nicht am Womo aber pfiff rundrum. Das weckte mich und liess mich auch schlecht wieder einschlafen. Irgendwie döste ich dann doch nochmal ein aber 8 Uhr waren wir beide munter. Und da wir heute trotz allem ein ganzes Stueck zu fahren hatten sind wir dann auch aufgestanden, haben gefruehstueckt (das geht fix, Sven hat seine Overnight oats und ich habe meinen tollen Keso weil ich ja mehr Eiweiss essen soll, wenn das Zeug nur nicht so eklig wäre, bläh….), waren noch duschen da der Platz fuer heute Nacht keine Dusche hatte, liessen das Abwasser aus unserem nun sauberen Abwassertank ab (hätten wir eigentlich gerne gestern abend gemacht aber wie gesagt, im Stockdunkeln ist das schwierig) und gegen 9.30 Uhr rollten wir ziemlich widerwillig von diesem paradisischen Platz., wir wären gerne länger geblieben. Hier noch ein paar Bilder vom Platz:

Wir haben aber auch schon fuer nächstes Jahr geplant. Eigentlich wollten wir ja im Sommer mal etwas länger nach Norwegen fahren, vielleicht 10 Tage oder so. Aber nun sind wir auf die Idee gekommen, lieber im Herbst nach Norwegen zu fahren und zwar wenn wir den Louis dann wieder nach D schaffen. Hat den Vorteil das Norwegen zu der Zeit nicht so ueberlaufen ist, ausserdem können wir so mehr von Norwegen sehen da wir nicht wieder zurueck muessen.

Aber zurueck zum Hier und Jetzt.

Unser erstes Ziel fuer heute war das Campingvaruhuset in Enköping. Nordeuropas grösster Laden fuer Camping- und Wohnmobilausruestung. Haben dort schon paarmal bestellt aber wir haben ja nach wie vor vieles was wir noch anschaffen muessen. Und es gibt eben so Sachen die will man sich vorher einfach mal live anschauen.

Knapp 3h Fahrt war es bis dahin. Zunächst ging es noch ein ganzes Stueck die E4 lang und bei Gävle verliessen wir diese dann und es ging auf einer Landstrasse weiter, nicht weniger langweilig.

Gegen 12.30 Uhr sind wir am Ziel angekommen. Von dem Warenhaus selbst war ich dann irgendwie enttäuscht. Das sollte die grösste Auswahl des Nordens sein? Da gab es vielleicht 5-6 verschiedene Grills z.B. Das kann doch nicht wirklich alles sein? Es gibt doch mittlerweile ein ganzes Meer an Wohnmobilherstellern und Ausstattungen und beim Zubehör soll das so begrenzt sein?

Wir gingen sogar zwei Runden durch den Laden, ein paar Kleinigkeiten landeten auch im Einkaufskorb aber das war doch sehr ueberschaubar.

Danach fuhren wir noch die 6 Kilometer bis nach Enköping (das Warenhaus liegt etwas ausserhalb mitten im Nichts) und steuerten den ChopChop fuers Mittagessen an, wir sind eigentlich ganz zufrieden mit dieser Kette, warum als nicht. Immernoch besser als immer nur Hamburger mit Pommes.

Und dann ging die Fahrt weiter, unendliche Kilometer ueber Landstrassen, ich am Steuer. Plötzlich fiel mir wieder die vergessene Lieferantenbestellung ein. Mir ist das spät gestern abend eingefallen. Hatte vergessen eine Bestelung zu tätigen aber eigentlich brauchten wir das Zeug dringend, das konnte nicht warten bis wir wieder da waren. Andererseits, Thorben hatte das ja noch nie gemacht. Und heute frueh war er eh in der Schule und dann hatte ich es vergessen. Aber jetzt eben fiel es mir wieder ein. Also schnell angehalten, Fahrertausch. Während Sven weiterfuhr rief ich Thorben an und instruierte ihn ueber Telefon wie er die Bestellung machen musste.

Bin ja gespannt was wir letztendlich geliefert bekommen. Solange das dabei ist was wir dringend brauchen ist ja alles okej. Ja, wir hatten uns ja gestern nochmal umentschieden und wollten heute nur auf einen Platz in Huskvarna fahren. Dort wären wir laut Google gegen 18 Uhr. Hm, unter normalen Umständen wäre das nahezu schon zu spät wenn man sich mal noch bisl raussetzen will. Aber nun ist es ja so das das Wetter dies eh nicht zulässt zumal wir ja auch nur spärlich mit Klamotten mithaben das wir auf dem Rueckflug kein Gepäck haben. Ich fragte Sven was wir denn dann eigentlich den restlichen Abend noch machen wenn wir 18 Uhr da sind und er wusste sofort worauf ich hinaus wollte. Dann wuerden wir heute Zeit totschlagen und morgen hätten wir dann Stress weil wir 3,5h zur Fähre fahren mussten. Und so waren wir uns sofort einig das wir doch die reichliche Stunde mehr fahren und den Stellplatz nehmen den ich von Anfang an auserkoren hatte.

Irgendwann kamen wir dann auf die E4. Was fuer ein Unterschied, was fuer ein Verkehr. Auf den Landstrassen fast alleine und hier beide Fahrstreifen im Prinzip ziemlich voll. Aber man kam endlich mal etwas vorwärts.

Gegen 16.30 Uhr fiel mir dann ein das wir vergessen hatten, Kaffee zu trinken. Nun hatten wir ja gerade beschlossen weiter zu fahren als geplant da war es gerade unguenstig mit einer Pause. Also gab es einen Vanilla Macciatto Chilled Coffee, auf gut deutsch kalten Kaffee mit Milch und dazu wieder ein Biskvie während der Fahrt.

In Höhe des Vättern durften wir dann wieder einen tollen Sonnenuntergang bewundern.

In Jönköping fuellten wir Diesel auf und statteten dem GoBananas einen Kurzbesuch ab bevor wir dann die restliche Stunde Fahrt in Angriff nahmen. Ich hatte ja gehofft wir kommen im Hellen an aber diese Hoffnung war schon in Jönköping erloschen da es dort schon dunkel war. Naja, nuetzte ja nix. Wir fanden den Stellplatz, Berghem Prästgården, ohne Probleme und hier gelang es uns ausnahmsweise sogar mal im Dunkeln uns einigermassen gut zu orientieren. Wir stellten uns auf einen Platz, bezahlten die 200 SEK und richteten uns ein. Viel mehr gab es heute nicht zu tun, auch das Abendbrot liessen wir aus, wir waren nicht so hungrig. Allerdings gab es hier eine sehr anhängliche Katze, als diese aber dann beschlossen hatte Svens Bein als Kletterbaum zu benutzen war sie nicht mehr sehr beliebt bei uns, vor allem weil Sven kurze Hosen an hatte.

Freitag 17.10.

Heute hatten wir jede Menge Zeit und konnten es ruhig angehen lassen. Nur reichlich zwei Stunden waren es bis nach Trelleborg zur Fähre. Da hatte ich sogar Zeit fuer eine Laufrunde. Als ich die Temperatur schute waren es angeblich draussen 12 Grad. Hm, aber warum knirschte dann das Gras? Das war gefroren. Offensichtlich ist das Aussenthermometer vom Louis etwas unguenstig platziert und sitzt irgendwo wo warme Luft aus dem Womo nach draussen dringt. Naja, ich lief trotzdem nur im Tshirt los, hatte vergessen eine Jacke mitzunehmen und hatte daher nur einen einzigen Pullover mit und den wollte ich nicht verschwitzen. Tja, aber bei 0 Grad (zeigte zumindest mein Badethermometer was ich zur Ueberpruefung rausgelegt hatte) nur mit T-Shirt war dann auch etwas frisch, ist nicht zu empfehlen.

Natuerlich musste ich auch unseren Stellplatz noch fotografieren:

Eigentlich wollten wir um 11 Uhr losfahren. Aber trotz das ich erst laufen war und wir beide noch geduscht haben waren wir schon um 10 mit allem fertig. Also fuhren wir dann doch los, da hatten wir Zeit noch in Ruhe unterwegs irgendwo Mittag zu machen.

Leider kam aber so gar kein schönes Plätzchen mehr fuer eine Pause. Und so hielten wir nur kurz an einer sehr heruntergekommenen Tankstelle um den Tank nochmal voll zu machen und aufs Klo zu gehen. Und 12.30 Uhr waren wir schon am Hafen. Wir fuhren durch den Checkin und dann folgte eine regelrechte Hafengeländerundfahrt. Man bekommt am Checkin vom Automaten mitgeteilt zu welchem Fährterminal man muss und auf welche Bahn man sich stellen soll. Unser Fährterminal war J. Da bekommt man schon so eine Ahnung wie gross das Hafengelände ist. Frueher hatte ja jede Reederei einen eigenen Checkin heute wie gesagt nur noch am Eingang zum Hafen und dann muss man selber sehen wie man sein Schiff findet. Das war schon etwas abenteuerlich aber wir fanden am Ende dann doch den richtigen Platz.

Hier machten wir dann Mittag, Gulaschsuppe fuer Sven, Tomate-Mozarella fuer mich. Nun kochten wir also das letzte mal fuer dieses Jahr im Louis (naja kochen ist uebertrieben, Herd verwenden isdt wohl besser). Es war schon irgendwie wehmuetig.

Tja und dann hiess es wie so oft warten warten warten. Grundsätzlich kein Problem aber während man wartet kommt man eben nicht vorwärts und daher fuehlt es sich wie vergeudete Zeit an wenn man ein Ziel hat.

Nach einer gefuehlten Ewigkeit war es dann endlich an der Zeit auf die Fähre zu fahren. Die Ueberfahrt sollte 7h dauern, da hatte ich extra Abendessen gebucht und so eine Art Dedektivspiel (ist vermutlich eigentlich fuer Kinder aber irgendwie muss man sich ja die lange Zeit vertreiben.

Als ich an der Rezeption nach dem Spiel fragte wusste man erstmal gar nichts davon, versprach aber sich mal zu erkundigen, ich solle mal in 5 Minuten wiederkommen. Nach 5 Minuten konnte ich dann also das Spiel holen, man musste im Prinzip den Dieb des Wikingerschatzes finden mit Hilfe von Dingen und Rätzeln die man an Bord finden musste. 

Eigentlich dachten wir ja wir gehen dann so 18 Uhr Abendessen. Denkste. Abendbrot gab es nur von 15.15 Uhr bis 17 Uhr und dann wieder ab 21 Uhr bis Ankunft. Also im Prinzip da wo normale Menschen zu Abend essen gab es nichts. Wir haben uns daher entschlossen gegen 16 Uhr essen zu gehen. Hatte es ja nun bezahlt. Hätte ich das gewusst hätte ich es wohl nicht gebucht.

Das Essen war dann auch….naja es ging zu essen. Aber preislich war es nicht wirklich ein Vorteil, hätten wir nur ein Hauptgericht an Bord gekauft wären wir deutlich billiger gekommen als mit dem 3-Gänge-Menue. Naja, wieder was gelernt.

Nach dem Essen machten wir uns an das Detektivspiel. Nunja, sehr viel Zeit konnten wir uns damit nicht wirklich vertreiben, aber war mal lustig. Tja und dann fing die Langeweile an. Wenn man da nur so rumsitzen kann und nix zu tun hat zieht es sich ewig. Ich hätte wohl statt dem Essen lieber eine Kabine buchen sollen.

Zum Glueck kamen wir dann am Ende doch noch mit anderen Fahrgästen ins Gespräch, einer Französin die alleine mit ihrem riessigen altdeutschen Schäferhund unterwegs war, aauf den wir auch aufpassen durften während sie Essen war und einem jungen deutschen Paar was, genau wie die Französin, ganzjährig im Womo lebt. 

Ich hatte mich dann mit der Französin noch darueber ausgetauscht wo man heute Nacht steht, sie wollte auch nicht mehr weiterfahren, hatte sich aber einen Platz rausgesucht wo sie hätte noch ne Ganze weile fahren muessen da er auf der anderen Seite der Muendung lag. Ich sagte ihr wo wir stehen wollen und sie war dankbar und beschloss, sich uns anzuschliessen.

Es dauerte dann noch eine Ewigkeit bis wir endlich von der Fähre kamen und so war es schon 23.30 Uhr als wir endlich auf dem Parkplatz vor dem Border Shop ankamen. Es ist nur ein Parkplatz aber gleich nebenan ist eine Tankstelle wo man duschen und aufs Klo kann. Brauchten wir aber heute beides nicht mehr, waren auf der Fähre nochmal.

Samstag, 18.10.

Wir hatten ganz gut geschlafen, ich hätte nicht gedacht das dieser Platz doch so ruhig ist. Nur gegen 5 Uhr war es mal etwas lauter, da ist vielleicht eine Fähre angekommen. Halb 8 standen wir dann auf, Sven wollte gleich 8.15 Uhr wenn der Bordershop öffnet dort sein um keine Zeit zu verlieren.

Und so waren wir schon 8.30 Uhr unterwegs in die alte Heimat. Und zu unserem Erstaunen gab es auf den ganzen rund 500 Kilometern nur einen einzigen Stau der auch nicht besonders lang war.

Da hatten wir wirklich Glueck. Im Chemnitzcenter legten wir einen kurzen Stop ein, Sven wollte in den Buchladen, ich musste meine Onlinebestellung beim Rossman abholen. Und weil es auch Zeit war wollten wir gleich noch zu Mittag essen. Ich war gar nicht so hungrig aber als ich den Stand mit Quarkbällchen sah konnte ich nicht wiederstehen. Da ich befuerchtete das ich da mit meiner Karte nicht weiterkomme beschloss ich, erstmal am Automaten Bargeld zu holen. Ich war verwundet das der keine Gebuehren berechnete. Tja aber das ist auch reine Augenwischerei. Denn der Tauschkurs war 1:12,6 statt 1:11 wie er eigentlich ist. Somit habe ich in Wirklichkeit ganze 15 Euro Gebuehr bezahlt, versteckt im Tauschkurs. Naja, egal, was tut man nicht fuer Quarkbällchen. Und lecker waren sie obendrein.

Nun war es nicht mehr weit bis zu Svens Vater wo wir ersteinmal das Bettzeug und das uebrig gebliebene Essen aus dem Womo räumten. Dann noch etwas quatschen und dann war es auch an der Zeit weiterzuziehen denn heute wollten wir bei unseren Bekannten uebernachten mit denen wir im Sommer zweimal auf Tour waren. Und der Louis kam mit denn bei Svens Vater gibt es so gar keinen Platz wo man ihn hinstellen kann.

Nun will ich euch nicht mit Details langweilen, ihr muesst ja auch nicht alles wissen aber es wurde auf jeden Fall ein super schöner unterhaltssamer Abend und wir kamen erst nach Mitternacht ins Bett.

Sonntag, 19.10.

Wir hatten wirklich gut geschlafen, seit Ewigkeiten hatte ich mal so gar keine Schmerzen beim Liegen. Herrlich. Nach dem Fruehstueck hiess es Abschied nehmen von unseren Gastgebern und auch vom Louis. Der sollte nämlich nun auch in seine Winterverwahrung gebracht werden. Wir haben noch schnell die Gasflaschen ausgebaut und in der Garage verstaut und dann sind wir zur Halle gefahren. Tja und hier wurden unsere Befuerchtungen war. Der Louis passte nicht durchs Tor. Zwar war er nur 2.95 m hoch und das Tor 2,98 m aber da man auch ueber eine Schwelle muss kommt er hinten noch etwas hoch und das wurde zum Problem. Und nun? Zunächst setzten wir 3 schwersten uns hinten in die Garage. Reichte nicht. Also Luft auf den Hinterrädern ablassen. Reichte auch nicht. Und nun? Wir brauchten mehr Ballast. Zum Gueck war nebenan gerade eine Truppe dabei die Reste der Party vom Vortag zu beseitigen. Also haben wir um Hilfe gefragt und so haben wir uns dann zu fuenft in die Garage gesetzt. Und das, zusammen mit dem Luft ablassen hat dann doch gereicht und das Auto passte doch durch das Tor. Was fuer eine Erleichterung. Dann hiess es die Luft wieder aufpumpen und den Louis an seine endgueltige Position fahren. Hm, da stand er nun. Und wir mussten gehen. Komisches Gefuehl, unschön.

Ja, und dann fuhren wir zu Svens Vater wo wir bis Dienstag unterkommen. Am Nachmittag haben die beiden Männer einen Bekannten besucht. Diese Zeit wollte ich nutzen um eine Runde laufen zu gehen. Bin mitgefahren und dann dort losgelaufen. Da vorbei wo frueher mal unser Haus stand. Hm, da ist so rein gar nichts mehr zu sehen das da mal ein Haus war. Alles weg. Auch komisch, so als wäre dieser Teil unseres Lebens einfach ausgelöscht. Dann bin ich beim Bad vorbei durch den Wald. Und irgendwie hat mir das so gefallen das ich dann einfach immer weiter gelaufen bin, ueber Felder und Wiesen. Das Wetter war aber auch perfekt. Und so war ich dann am Ende 2h unterwegs. Aber es hat mir gutgetan.

Zum Abendbrot gab es Döner, ich verzichtete. Muss jetzt endlich mal was machen und da ich keinen Hunger hatte wäre ein Döner nur wieder unnötiger Ballast gewesen. Statt dessen ass ich nur etwas Kesella den ich noch von der Fahrt uebrig hatte. Und schon war auch dieser Tag schon wieder vorbei.

Montag, 20.10.

Heute war Einkaufstag. Während Sven mit seinem Vater zu einem riessigen An- und Verkauf gefahren ist bin ich mit Th. zum Kaufland. Musste doch endlich wieder mal Cappuchino kaufen. Ich hatte mir zu Hause schon einen passenden Karton bereit gelegt (wenn man mit Hermes schickt kommt es auf die Masse des Pakets an) und den nahm ich nun mit zum Einkaufen, da wuerde ich gleich sehen wenn es genug ist. Lange dauerte der Einkauf nicht, so ein Karton ist schnell voll. Ich hätte natuerlich auch total in einen Kaufrausch verfallen können, all die Sachen die es dort zu kaufen gibt aber ich konnte es ja nicht mitnehmen. Der Kaufrausch wird dann sicher im Fruehjahr erfolgen wenn wir den Louis volladen können.

Als wir wieder zurueck waren habe ich gleich das Paket fertig gemacht.

Am Nachmittag hatten Sven und sein Vater nochml einen Termin, da bin ich mitgefahren, habe mich am Paketshop rauswerfen lassen, das Paket auf die Reise geschickt und dann bin ich zurueck gelaufen. Diesmal auf der linken Seite der Strasse. Auch hier in Deutschland ist der Herbst schon voll im Gange, sieht natuerlich toll aus.

Unterwegs habe ich dann noch einen Berg gefunden wo ich noch ein paar Einheiten bergauf trainieren konnte, das brauche ich nämlich auch fuer mein Trainingsziel.

Ja und dann hiess es im Prinzip schon wieder packen denn schon morgen geht der Flieger nach Hause.

Dienstag 21.10.

8.30 Uhr war Abfahrt. Der Flieger sollte 12.10 Uhr von Prag starten. Da wir kein Gepäck hatten planten wir so 1,5h vor Abflug da zu sein. Unterwegs gab es dann eine Vollsperrung die man umfahren musste, das liess natuerlich den Zeitpuffer schrumpfen. Und als wir nach Prag reinkommen meinte Svens Vater immer wieder ”das ist aber komisch, irgendwie sieht das heute ganz anders aus”. Aber naja was solls, Google wirds wohl wissen und wir nahmen an, das wir einfach durch die Umfahren des Unfalls aus einer anderen Richtung kommen. 1h5min vor Abflug sollte der Flughafen nur noch 1 km weit weg sein. Aber es sah so gar nicht nach Flughafen aus. Zur Sicherheit kontrollierte ich nochmal mit meinem Handy. Das durfte doch nicht wahr sein, wir waren am falschen Flughafen, irgendein kleiner Militärflughafen. Und der Richtige war ganze 40!!!! Minuten entfernt. Mir war nur noch schlecht. Svens Vater drueckte aufs Gaspedal, jetzt half nur noch Daumen druecken denn wir mussten zu allem Uebel auch noch durch die Stadt mit unzähligen Ampeln.

Das Daumen druecken half. 30 Minuten vor Abflug fuhren wir am Flughafen vor. Zeit fuer einen langen Abschied blieb natuerlich nicht, wir beeilten uns zur Sicherheitskontrolle, zum Glueck war die Schlange hier nicht sehr lang. Und so schaffte ich es sogar noch aufs Klo bevor es in den Flieger ging. Puh, auf diese Aufregung hätte ich auch gerne verzichten können.

Die Flieger war puenktlich und da wir in Stockholm jede Menge Aufenthalt hatten sind wir ersteinmal was essen gegangen. Danach war ich noch beim Espressohouse und genehmigte mir einen Schrottochino (Salted Caramel Latte) während Sven sich das Angebot des Duty Free angeschaut hat. Dann sind wir irgendwann zum Gate, mussten auch hier noch eine gefuehlte Ewigkeit warten. Aber zum Glueck war auch dieser Flieger puenktlich und wir kamen wohlbehalten in Luleå an. Hier mussten wir sogar noch etwas auf Leif Erik warten da wir 10 Minuten zu zeitig gelandet waren.

Die Fahrt nach Hause verlief dann auch problemlos und somit war auch diese Reise schon wieder vorbei. Nun muss man ja schon fast wieder an die Rueckreise denken, sprich, nach Deutschland fliegen und den Louis wiederholen. Wir freuen uns schon jetzt draus, nächstes Jahr endlich wieder in unserem Haus auf 4 Rädern unterwegs sein zu können.

2 Gedanken zu „Ab in die Winterverwahrung, 15.10.-21.10.2025

  1. Abenteuer pur! Aber Ihr seid ja geübt ☺️.Ich frage mich allerdings, wie Ihr Luis wieder aus dem Winterquartier raus kriegt und hoffe, Ihr findet genügend Ballast.☺️ Und es stimmt, der Hafen in Trelleborg ist speziell, ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt.
    Liebe Grüße Gabi

    1. Ja du, das frage ich mich auch, aber zum Glueck ist die Bevölkerungsdichte in Deutschland ja etwas höher als hier so das wir sicher wieder ein paar Leute als Balast auftreiben können, hoffe ich

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